Skincare
Drei Produkte, die aufeinander abgestimmt sind – mit deklarierten Konzentrationen auf der Vorderseite und einer ehrlichen Antwort auf die Frage, was jeder Wirkstoff kann und was nicht.
Ein Pflegesortiment wächst schnell, bis niemand mehr weiß, was zu was gehört. Wir haben den umgekehrten Weg genommen: drei Produkte, drei klar getrennte Aufgaben, eine Routine, die man sich merken kann. Wer alle drei verwendet, deckt die drei Ansatzpunkte ab, für die es in der Hautpflege belastbare Daten gibt – Zellsignal, Erneuerung, Barriere.
Die drei Rollen
CU-1 · Kupferpeptid-Serum
1 % GHK-Cu, dazu 2 % Hyaluron auf drei Molekulargewichte verteilt. Für die Abende, an denen die Haut aufbauen statt erneuern soll.
LIFT Serum · Retinol
Retinol in zwei Stärken – 0,15 % zum Einsteigen, 0,3 % für später. Der Wirkstoff mit der längsten Studienhistorie, bis zur EU-Obergrenze ausdosiert.
COL-3 · Kollagenpeptid-Creme
Signalpeptide für die Wirkung, biomimetisches Kollagen III für die Oberfläche, Ceramide für die Verträglichkeit. Die Basis, morgens wie abends.
Die Routine – und warum sie so aussieht
Kupferpeptide und Retinoide sind beide wirksam, gehören aber nicht in dieselbe Anwendung. Das ist kein Trick, um zwei Produkte zu verkaufen: Beide brauchen unterschiedliche Formulierungsbedingungen, und gemeinsam aufgetragen erhöhen sie vor allem die Reizung, ohne dass ein Zusatznutzen belegt wäre. Die Lösung ist der Wechsel im Rhythmus.
- MorgensReinigen, COL-3 auftragen, Sonnenschutz. Der Sonnenschutz ist bei einer Retinoid-Routine keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
- Abend ACU-1 auf die gereinigte Haut, zwei Minuten einziehen lassen, danach COL-3.
- Abend BLIFT Serum auf die trockene, gereinigte Haut, danach COL-3.
- Der EinstiegBeginnen Sie mit LIFT an zwei Abenden pro Woche, an allen anderen Abenden CU-1. Steigern Sie LIFT dann über etwa vier Wochen auf jeden zweiten Abend.
Wer nur ein Produkt möchte: COL-3. Es ist das einzige der drei, das ohne Eingewöhnung, ohne Wechselwirkung und ohne Sonnenschutz-Auflage funktioniert.
Was Sie in diesen Formeln nicht finden
Keine Duftstoffe und keine ätherischen Öle – sie sind die häufigste Ursache für Kontaktreaktionen und leisten für die Haut nichts. Kein Alkohol denat. als Trägerstoff. Keine Wirkstofflisten mit zwanzig Einträgen, von denen fünfzehn in Spuren enthalten sind. Und im CU-1 bewusst kein EDTA, kein Vitamin C und kein Zink, weil diese Stoffe dem Kupferpeptid das Kupferion entziehen würden.
Warum wir Konzentrationen nennen
Eine Wirkstoffangabe ohne Konzentration ist eine Zutat, kein Versprechen. Die Frage ist immer, an welcher Stelle der Liste ein Stoff steht und in welcher Menge. Wir schreiben die Zahl deshalb nach vorn, auch dort, wo sie unspektakulär ist: 1 % GHK-Cu, obwohl 2 oder 3 % auf der Packung nach mehr aussähen – die Dosis-Wirkungs-Kurve dieses Peptids kippt nach oben hin um.
Kosmetische Mittel, nur zur äußeren Anwendung. Kontakt mit den Augen vermeiden. Bei den Retinol-Produkten den Anwendungshinweis auf der Produktseite beachten.
